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Indien / Trekking in Ladakh

Es ist eine gewaltige, aber ├Ąusserst interessante Herausforderung den indischen Subkontinent kennen zu lernen. Wir nahmen die Chance wahr.

Aurelia, unsere Tochter, hat alles rekognosziert im Jahre 2003 mit dem Velo. Sie kam nach Hause und sagt: Es gibt auch sch├Âne Touren zu Fuss; da w├╝rde ich mitmachen. Und wir taten es. Wir bereiteten uns ein halbes Jahr lang vor: Studium der Kultur, der Religion, der Lebensweise und nat├╝rlich der Sehensw├╝rdigkeiten bei Delhi und Ladakh.

Auf indischen autobahnen bewegt sich alles, auch in ENTGEGENGESETZTER Richtung !

Gr├Âsser k├Ânnten die geographischen Unterschiede und Lebensweisen nicht sein! Wir kamen ungemein bereichert nach Hause.

Zuerst verbrachten wir einige Tage in Delhi und Agra auf ca. 200 m, da wir noch keinen Flug nach Leh / Ladakh (3500 m) hatten.
Wir waren gut vorbereitet mit Impfungen, Medikamenten gegen die H├Âhenkrankheit, mit Rupien und der Sitte, den Kopf oben seitlich zu sch├Âtteln, um Ja zu sagen. Dies irritiert und Europ├Ąer am Anfang sehr.

Der erste Pass Ganda-La ist erreicht !

Indien / Trekking in Ladakh

Tag

Datum

Von -  Bis

h

m

 

1

16. 7.

M├Âriken  -  Z├╝rich -  M├╝nchen  - Delhi  -  Flug

 

 

 

2

17. 7.

Delhi  -  Connaught Place

 

 

 

3

18. 7.

Delhi  -  Sikandra - Agra (Taj Mahal)

 

 

 

4

19. 7.

Agra  -  Fatehpur Sikri  - Delhi

 

 

 

5

20. 7.

Delhi  -  Stadtrundfahrt  'Old Delhi'

 

 

 

6

21. 7.

Delhi  -  Leh / Ladakh

 

 

 

7

22. 7.

Leh und Umgebung (Taj Go Mang Ch├Ârten, Shanti Stupa)

 

 

 

8

23. 7.

Leh  -  Tickse -  Shej  - Stok

 

 

 

9

24. 7.

Leh (3500 m)  -  Zingchen (3360 m)  -  Rumbak -  Yurutse  -  Gand-La Camp 4480 m

5 ┬ż

1100

 

10

25. 7.

Ganda-La (4860 m)   -  Shingo -  Skiu (3440 m)

6

200

 

11

26. 7.

Skiu (3440 m)   -  Markha (3850 m)

6

400

 

12

27. 7.

Markha (3850 m)  -  Hankar - Tchatchutse (4300 m)

5 ┬Ż

450

 

13

28. 7.

Tchatchutse (4300 m)  - Nimaling (4700 m), Konmaru  Basecamp)

3 ┬Ż

400

 

14

29. 7.

Nimaling (4700 m)  -  Konmaru-La (5150 m)  - Shang (3700 m)

7

450

 

15

30. 7.

Shang  -  Hemis - Leh

2

--

 

16

31. 7.

Leh

 

 

 

17

1. 8.

Leh (3500m) - Taglang-La (5300 m) - Pang - Lachu-
 lunga5065 m) - Nakela (4778 m) - Sarchu (4150m)

(8)

 

 

18

2. 8.

Sarchu  -  Rohtang-La  - Manali

2 - (7)

 

 

19

3. 8.

Manali

 

 

 

20

4. 8.

Manali

 

 

 

21

5. 8.

Manali - Chandigarh  -  Delhi

 

 

 

22

6. 8.

Delhi

 

 

 

23

7. 8.

Delhi  -  M├╝nchen -  Z├╝rich  - M├Âriken

 

 

 

Ankunft am 17. 07. 2004 um 6.00 h in Delhi. Aurelia sagt: ‘Es riecht nach Indien, wir sind da’. Tats├Ąchlich ist der Geruch ein Gemisch von Diesel R├Ąucherst├Ąbchen, Gew├╝rzen, manchmal stickiger Luft. Draussen bei den Taxis beginnt der Geruch und das Feilschen. Dann fahren wir mit dem Taxi ins Hotel ‘Clark Inn’.

Nach dem Einstellen der Klimaanlage versuchen wir zu schlafen, werden aber drei mal vom Reiseb├╝ro geweckt. Bis um 12 h gelingt uns die Bettruhe. Auf den D├Ąchern von Delhi kommen wir zu unserer ersten, typischen Mahlzeit, dem Chicken Chowmein (ein Nudelgericht f├╝r mich), ein Standard-Men├╝, das mir immer gut schmeckte. Danach lassen wir den Flug nach Leh (Jet Airways) best├Ątigen und organisieren den Taxi nach Agra (Taj Mahal - Sikandra - Fahtepur Sikri) mit dem B├╝ro des Hotels (gut). 

Jetzt st├╝rzen wir uns mit dem TukTuk (f├╝r 30 Rp. - ca. Fr. 0.90) ins Gew├╝hl zum Canaught Place, dem Zentrum Delhis, vor allem f├╝r das Shopping. Alle Taxis fahren mit Gas. Zu Beginn der Fahrt habe ich gewisse Bedenken ... aber der Chauffeur sitzt ja noch vor mir. Im Verkehr f├╝hle ich mich wie in einem James-Bond-Film: K├╝he, Autos, Fussg├Ąnger, Tuk-Tuks usw., alles gegeneinander auf der Strasse mit einer ungeheuren Spannung - ein toller Spass !

Streifenh├Ârnchen sind fleissige Besucher und Aufr├Ąumer. Daneben nimmt es die Strassen- putzerin gem├╝t- lich wie alle Inder.

In diesem sch├Ânen, alten und stilvollen Kaffee nehmen wir den obligaten Tee oder Jai. Wir sitzen lange in der K├╝hle, draussen ist’s 40┬░C !

Auf der R├╝ckfahrt zum Hotel kommt nat├╝rlich das n├Ąchste Abenteuer. Es beginnt damit, dass der ‘Driver’ nicht weiss, wo unser Hotel ist. Aurelia kann ihm gl├╝cklicherweise Anweisungen geben.
Das Nachtessen nehmen wir beim Chinesen in der gleichen Strasse ein: Iss nicht zu viel, sonst wirst du Fettwanst ├╝berfahren. Wir haben einen guten Ausblick auf eine belebte Kreuzung und eine typisch indische Baustelle: Es gibt keinerlei mechanische Hilfen, alles wird von Hand gemacht. Viele Frauen in Saris arbeiten auf dem Bau. Die Last wird auf dem Kopf getragen  -  ein ganz neues Bild !

Daneben l├Ąsst uns der Gecko an der Wand gr├╝ssen.

3. Tag: Delhi - Sikandra - Agra - Taj Mahal
          - Sonntag, 18. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - leicht bew├Âlkt - heiss / feucht - ca. 36 - 40 ┬░C  -  Abends Gewitter
Wir fahren mit einen klimatisierten Taxi nach Agra - Fahtepur Sikri und zur├╝ck (2 Tage, US$ 220, inkl. Hotel)

Morgens geht es fr├╝h weg ├╝ber die spannenden indischen Strassen.

Hier ein Kuhtransport auf einer 4-spurigen, richtungsgetrennten Strasse - halb Autobahn.
1. Der Camion gibt die Masse f├╝r die heiligen K├╝he vor
2. In Indien herrscht (meistens) Linksverkehr ......
3. Der Camion f├Ąhrt auf der ├ťberholspur (rechts)

Die Situation im Bild ist sehr harmlos. Bald kommt uns n├Ąmlich nicht nur ein fuhrwerk mit Pferden, sondern auch ein richtiger Geisterfahrer entgegen. Es wird auch nicht der einzige sein, denn es ist hier so Sitte !!

Taj Mahal !

Die grosse ├ťberraschung
links der Einagng

In Indien spielt sich das Leben auf der Strasse ab: Man trifft daher auch allerlei tiere (nicht nur K├╝he) auf der Strasse. Diese werden alle besser behandelt als die fussg├Ąnger.
Dazwischen sieht man viele Kamine auf eine gr├Âsseren Feld: Kamine von Ziegelbrennereien. Wir machen Pause bei einem gepflegten Restaurant (f├╝r europ├Ąer) mit Attraktionen auf dem Parkplatz.

Mausoleum von Akbar in Sikandra
1602 - 1605 durch ihn gebaut
1605 - 1613 durch seinen Sohn (aus der gleichen Periode wie der Taj Mahal.

Die ‘obligatorischen’ Gesch├Ąftsbesuche mit Shopping muss man gleich abk├╝rzen oder schnell absagen, sobald man den Abzweiger bemerkt. Dies bedingt gute Geographie- Kenntnisse oder Erfahrungen.

Es gibt auch Verkehrspolizisten, welche das Chaos ├╝berblicken und den Verkehr nur mit wenig Zeichen leiten.

Dies sind ‘nur’ die Eingangs- Geb├Ąulichkeiten  der grossen Anlage  -  bereits eine Sehensw├╝rdigkeit !

Nur eines der drei Nebengeb├Ąude um den eigentlichen Taj Mahal

Der Blick zur├╝ck zum Eingangstor des Taj Mahal ist grandios .... unvorstellbar

Einfach phantastisch - der Edelstein der Anlage  -  bedenkt man, dass 22’000 Menschen gleichzeitig an dieser grossangelegten Anlage gearbeitet haben.
Nat├╝rlich w├Ąre es interessant zu wissen, wie damals geplant und ausgef├╝hrt wurde !

Links: Details im Marmor des Taj Mahal !

Hier wurde nicht nur gepflastert ...

Rechts: Taj Mahal von einem Seitengeb├Ąude aus.

Eine unglaubliche Anlage ...., auch wenn man sie von Bildern her kennt - viel reicher und grossz├╝giger  als sie gemeinhin geschildert wird.

4. Tag: Agra - Fahtepur Sikri - Delhi  -  Montag, 19. 07. 2004
Wetter: Sonnig - bedeckt - warm / heiss, bis ca. 40 ┬░C  /  feucht

Wir freuen uns auf das Morgenessen im Drehrestaurant auf dem turm des Hotels ‘Deedar-e-Taj’ mit Sicht auf den Taj Mahal - ein letzter Anblick bei Morgensonne.

Dann geht es durch das Gew├╝hl von Agra und die indische Landschaft nach Fahtepur Sikri, der Geisterstadt: Markt- st├Ąnde, K├╝he, Schweine, Menschen, Velos, Rikschas, Tuktuks, Abfallhaufen, Werkst├Ątten, usw.,  - das ganze Leben findet auf der Strasse statt.

Beim R├╝ckweg auf der ├ťberlandstrasse trifft man alle paar 100 m M├Ąnner mit Tanzb├Ąren (an der Kette), die Schau- st├╝cke zeigen und dabei Geld verdienen m├Âchten.

Wenig sp├Ąter sieht die Situation wieder anders aus: Rikschas und Velofahrer schl├Ąngeln sich um die Wette mit uns durch den Verkehr. 

Links:
Hier baden die K├╝he / B├╝ffel in einem Teich - man sieht nur die R├╝cken ....

Fahtepur Sikri ist 
ebenfalls eine phantastische Anlage  mit vielen architekto- nischen Finessen, in einer Gr├Âsse, die schwer vorstellbar ist. Aber vor lauter Bettlern und Anbietern kann man fast nichts in Ruhe anschauen.

In einem Dorf ist die Fahrbahn nur einspurig, da auf der anderen Seite auf einem h├Âheren Niveau betoniert wird. Da muss der Bus vor uns mit einem beladenen Traktor kreuzen. Dies geht aber nur mit Blech vonstatten. Der Traktor reisst dem Bus eine Leiste weg. Mit Verlusten muss man in Indien rechnen .....

An einer anderen Stelle sieht man in einem Naturschutzgebiet ein ganzes Heer von Kranichen.
Wir kommen gerade richtig in die Strasse des Hotels zur├╝ck, als das Auto ein Keilriemen-Pully verliert ! 

Kurz vor dem Nachtessen erhalten wir noch einen Lehrgang, wie in Indien gebaut wird: Alles von hand, OHNE Maschinen, krane, usw. Die Ger├╝ste sind aus nat├╝rlichen Baum- / Astst├╝cken mit den ├╝blichen Kr├╝mmungen.
Hier werden dei Frauen und M├Ąnner mit einem Betongemisch in S├Ącken beladen, welches dann auf dem Kopf in das entsprechende Stockwerk getragen wird. 
Am interessantesten arbeiten die Fassaden-Maler. Da ist oben auf dem Flachdach ein Gestell mit einem Seil, welches von einem Mann bedient wird. Am Seil sitzt dann der Maler und malt seinen Streifen. Daneben sitzen ein oder mehrere weitere Maler.

Morgens um 5 Uhr sieht man M├Ąnner, die sich an den Wasserstellen in den Strassen waschen.

5. Tag: Delhi  -  Stadtrundfahrt  -  Dienstag, 20. 07. 2004
Wetter: Sch├Ânes / bedecktes Wetter  -  heiss / schw├╝l

Heute steht die erweiterte Stadtbesichtigung von New Delhi auf dem Programm. Zudem ist die Taxifahrt von Leh nach Manali (im Himalaya) und die Fahrt von Manali nach Chandigar - Delhi (ein anderer Taxi) auch noch nicht organisiert.
Wir beschliessen bei Overseas Tours India - Rajan die Stadtrundfahrt zu buchen. Wir realisieren noch nicht, dass diese per Taxi geht und an einigen Stellen bei Gesch├Ąften einen Besuch geinhalten soll.

Wir buchen deshalb hier gleich noch die Taxifahrt von Leh nach Manali - Chandigar - Delhi, mit Hotel in Manali und Delhi, sowie den Taxi von morgen fr├╝h zum Flughafen.

Nach einem ausgiebigen Tee starten wir daher zum Raj Ghat, dem Gandhi Memorial, welches mit einer ein- dr├╝cklichen Einfachheit angelegt ist.
Beim Red Fort haben wir einen ‘Schn├Ârri- Guide’, welcher an den ent- scheidenden Stellen jeweils ein weiteres Honorar verlangt.

Achtung: Ein Ger├╝st mit Arbeitern !

Phantastische Details im Red Fort  - 
Einlegearbeiten in Marmor.

Trotdem ist das Red Fort eine grossartige Anlage mit dem interessanten ‘Kletterger├╝st’, welches an mittel- alterliche Eroberungen erinnert. Das Red Fort hat auch verschiedene Prunkgeb├Ąude aus dem Mogul-Zeitalter. Dann versuchen wir noch einen Anblick der Moschee Jama Masjid. Dabei  ‘muss’ der Fahrer zu unserem Schrecken ca. 200 m ‘gegen den Strom’ auf der falschen Fahrbahn fahren. Wir kommen uns vor wie bei einem Gegenangriff im Fussball.

Beim Gang zur Moschee finden sich dann wieder die f├╝rchter- lichen H├Ąndler. Son nehmen wir nur einen kurzen Block von aussen, eine Nase voll Gestank und kehren um.
Trotz Mahnung macht der Chauffeur einen Besuch bei einem Gesch├Ąft, wo sein ‘Bruder’ arbeitet. Aurelia protestiert schnellstens. Der Chauffeur muss aber trotzdem seinen Bruder (?) sehen. Wir gehen halt schnell durch. Wenn man die Stadt etwas besser kennt und bei der Abbiegung schon reagiert, kann man diese ‘Durchschleusungen’ vermeiden. Dagegen ist der Besuch bei Humayan’s Tomb dann wirklich lohnend und gibt uns einen guten Eindruck der Gedenk- Kultur der Mogul-Herrschaft im 17. Jht. Hier hat es fast keine Leute.
Wir essen fr├╝h beim Chinesen, da wir bereits um 3.30 h aufstehen sollen, damit wir um 5.30 h tats├Ąchlich am indischen Flughafen sind. 

Eine grossartige Begr├Ąbnisst├Ątte: Humayan’s Tomb
hier hat es nicht mehr viele Besucher.

6. Tag: Delhi - Leh / Ladakh   -  Mittwoch, 21. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân / warm  -  gute Sicht  -  warm in Leh / Ladakh auf 3’500 m

Heute morgen ist der Taxi versp├Ątet. Da wir jedoch die indische Toleranz gut eingesch├Ątzt haben, sind wir trotzdem rechtzeitig auf dem Flugplatz. So nehmen wir hier einen guten Fr├╝hst├╝ckstee und kmpfen uns dann durch die verschiedenen Kontrollen und Frauen- / M├Ąnner-Schlangen.

Auf dem Flug haben wir einen guten Einblick betr. Gr├Âsse und Art des Himalaya-Gebirges mit den verschienen brauenen Gesteinsformationen und Farben. Dazwischen erkennt man bereits gr├╝ne Oasen. Nach einer k├╝hnen Volte ├╝ber den Kreten muss das Flugzeug runter.

Selbst Aurelia ist erstaunt, dass Rigsin uns pers├Ânlich mit einem Chauffeur abholt. Zum Empfang gibt es nach ladakhischer / buddhistischer Sitte eine weisse Gebetsschleife um den Hals - was wir zu sch├Ątzen wissen.

 

Photo: Palast und Kloster von Leh - alles Elektrische (wenn in Betrieb) geht durch die Luft und keiner redet von Elektrosmog !  - auch wenn es wegen eines Kurzschlusses funkt und zischt, wie meinem ge├╝bten Ohr nicht entgeht.

Die n├Ąchste Geste ist dann der Willkomm-Tee, der bei uns immer wieder bei jeder Gelegenheit serviert wird.

‘Julee’ (Gr├╝ezi) heisst es und ein Tee wird serviert.

Wir staunen, was im sch├Ânen Blumengarten des (einfachen) Hotels alles w├Ąchst: Rosen, L├Âwenmaul, Tagetes, Cosmea ..... auf 3500 m H├Âhe !
Wir werden noch weit h├Âhere Pflanzungen sehen.

Am Nachmittag sehen wir uns im ‘Women’s Alliance Center’ einen interessanten Film ├╝ber Ladakh und seine Probleme an. Darin wird die nachhaltige ├Âkologische Entwicklung der Provinz gezeigt, u. a. mit dem Verbot der Plastiktaschen, die die Abf├Ąlle nicht verbrannt werden k├Ânnen.

Wir haben ein gutes Nachtessen im Dreamland und geniessen dann bald die verdiente Bettruhe.

7. Tag: Leh 6 Umgebung - Taj Go Mang Ch├Ârten - Shanti Stupa 
          -  Donnerstag, 22. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm  -  Es wird auf dieser H├Âhe bis 30 ┬░C warm oder mehr, jedoch h├Ąufig mit etwas Wind

Gleich nach dem Morgenessen in der deutschen B├Ąckerei mit einem sehr romantischen Lokal und M├╝esli begeben wir uns auf die Erforschung der Stadt (wie es sich geh├Ârt): Zuerst der Tempel, dann die Ch├Ârten und erst danach die Stillung der Begierden an L├Ąden und St├Ąnden.

Wir passieren ein ├Ąlteres Haus mit Ch├Ârten in den Strassen von Leh. Etwas ausserhalb Leh besichtigen wir den Taj Go Mang Ch├Ârten aus dem 9. Jht. Er ist auf einem 16-eckigen Grundriss auafgebaut und ├Ąhnelt einer Pyramide.

Trotz grosse, aber trockener Hitze steigen wir nun zur hoch gelegenen Shanti Stupa mit 580 Tritten (100 m) auf, wo wir eine sch├Âne bemalte Ch├Ârten der japanischen Zengemeinschaft vordinden, mit einem benachbarten Kloster.

Nat├╝rlich kommt die Neugierde und Kauflust der Frauen nicht zu kurz !
Sie st├╝rzen sich auf den grossen Markt f├╝r die Einheimischen und machen mancherlei Entdeckungen und einige K├Ąufe - vor allem aus Neugier.
Nach dem Kauf der Kette willigt der Ladakhi gerne f├╝r eine Photo ein.
Am Abend organisieren wir den Trek und hoffen, auf Samstag seien gen├╝gend Pferde / Esel verf├╝gbar.

Karte von Leh und Umgebung: Die D├Ârfer der Umgebung mit dem Fluss Indus - der Hauptader der Gegend. 

8. Tag: Leh - Tickse - Shej - Stok  -  Freitag, 23. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm mit etwas Bedeckung und Sonne  -  unten warm, an der Sonne heiss

Zum Kennenlernen der Ladakhi-Kultur und zum Akklimatisieren unternehmen wir noch weitere Ausfl├╝ge in der Umgebung des Indus-Tales. Wir fahren mit dem Taxsi nach Tickse, das Tal aufw├Ąrts, wo das Kloster erh├Âht auf einem seitlichen Ausl├Ąufer liegt. Wir steigen zu Fuss hinauf durch die Felsen, bemerken die wundersch├Ânen Kapernblumen und sehen auch die einzelnen M├Ânchsh├Ąuschen. Schliesslich gelangen wir auf einem Hintereingang zur Schule und zum Tempel.

Wir gelangen in den wundervollen, gut gepflegten Klosterhof, der Gompa und haben einen guten ├ťberblick ├╝ber die vielen M├Ânchsh├Ąuser und einen ├╝berw├Ąltigenden Ausblick auf die umliegenden Bergketten.

In einem weitere Sakralraum k├Ânnen wir einen 8 m hohen Buddha bestaunen - eine gewaltige Skulptur mit sorgf├Ąltiger Gestaltung und friedlicher Ausstrahlung.

Wieder separat ist dann der originelle Skulpturenraum mit kleineren Figuren.

Eindr├╝ckliche Gebetstrommel / Pauke im Kloster Ticikse..

Ein Traum von Kloster: Blumen im Hof und Garten, Aussicht auf 5- und 6-Tausender. Nach einer kurzen Fahrt zur├╝ck geht’s zu Fuss nach Shey hinauf, dem alten K├Ânigspalast von Ladakh. Hier haben die K├Âniginnen die Kinder geboren, damit der eigentliche Palast nicht ‘verunreinigt’ werden sollte. Oben hat man eine phantastische Aussich auf das Industal, den Sumpf, die vielen Stupas und Ch├Ârten, in der Ebene vor dem Ort.
Wiederum im Kloster / Gompa mit einen riesengrossen, eindruckvollen Buddha.

Der wunderbare Ausblick von Tickse nach Osten, den Indus hinauf. Der Fluss ist hier schon 800 km lang. Die Ebene, welche bew├Ąssert wird, ist fruchtbar. Daneben beginnt gleich die W├╝ste - Rechts hinten die 6’000er phantastisch !

Ausblick von Shey (alter K├Ânigspalast) mit der Indusebene Richtung Westen und einem farbigen Mani-Wall (religi├Âse Mauer) gegen Westn.
Dies gibt einen guten Eindruck , wo die W├╝ste und wo kultivierbares Land ist.

Danach fahren wir nach Stock, wo sicher der aktuelle K├Ânigspalast befindet, gleich neben modernen Fernseh-Antennen. In einem Teil wohn nocht die K├Ânigin, di auch Abgeordnete im indischen Parlament ist. Der andere Teil ist ein kleines ‘urchiges’ Museum mit den k├Âniglichen Sch├Ątzen, jedoch nur mit menschlicher Sicherung, aber gut dargestellt: Schmuck der K├Ânigin mit Thankas - ca. 500 j├Ąhrig. Die sind handliche Rollbilder, welche urspr├╝nglich Pilger als Schutz vor b├Âsen Geistern oder als Gastgeschenk auf ihre Reisen mitgenommen haben.

9. Tag: Leh (3500 m) - Zingchen (3360 m) - Rumbak
             Yurutse Camp
(4480 m) -  Samstag, 24. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm mit wenig Bedeckung und viel Sonne    -  unten warm   -   Weg 5 1/4 h  ohne Pausen

F├╝r Ladakh-Verh├Ąltnisse fahren wir fr├╝h ab, nicht bevor der Tee getrunken ist, zusammen mit dem F├╝hrer Kunga, dem Ponyman und dem Serviceman. Da wir die 8-t├Ątige Tour auf 7 Tage verk├╝rzen, fahren wir mit dem Jeep zum fahrbaren Beginn der 2. Etappe nach Zingchen auf 3360 m. Es ist eine richtige Schotterpiste und dauert mind. 1 h. ├ťber die schmale und schwache Holzbr├╝cke beim Indus m├╝ssen alle aussteigen. Kunga h├Ąngt eine Gebetsfahne auf. Die Naturstrasse geht ├╝ber schr├Ąge Ebenen und bei tiefen Schluchten vorbei, immer Richtung Markha-Valley.

Bild: Unser Gep├Ąck f├╝r 7 Tage - f├╝r 6 Personen, inkl. Verpflegung !

Hier in Zingchen beginnt unser Abenteuer, nat├╝rlich mit einem Tee. Dabei k├Ânnen wir das Durcheinander einer anderen Gruppe betrachten, bei der die Ponymen mit dem Preis nicht einverstanden waren. Wir beginnen den Fussmarsch im leicht ansteigenden, sch├Ânen Tal, bergig-braun.

Bei Rumbak, wo die Route vom Stok-La (Pass) der 8-t├Ągigen Tour kommt, mach wir in einem ‘Restaurant’ ladakhischer Art Pause: Ein Kreis aus grossen Steinen, ├╝ber dem ein Zelt (alter Fallschirm der Armee) steht. Gleich daneben ist das ‘gottverlassene’ Dorf Rumbak, das aber ganzj├Ąhrig bewohnt ist und auch ein Kloster hat.

Hier - auf 3600 m - k├Ânnen wir auch eine typische Weizenm├╝hle in Arbeit und Funktionsweise betrachten. Achtung: Weize / Gersten wird bis 4100 m (!) angebaut.

Verena und Aurelia beim 3-Gang-Men├╝ - wunderbar zubereitet von Kunga, unserem F├╝hrer - auf 2 Brennern !

Nochmals eine Pause bei Yurutse (4100m), wo 2 Familien wohnen und anbauen (Weizen / Gerste). Daneben sieht man verschiedene Blumen, zB. R├Âsli und freie Tiere, wie Rebh├╝hner, ‘blaue’ Schafe (Blue Sheeps). Man muss aber die Augen offen halten.
Bei 4200 m beisst sich Vreni durch. Zur Erleichterung kommen der Ponymen und der Serviceman entgegen - Vreni h├Ąlt durch, Motto/Frage: ‘Wohin habt ihr mich geschleppt ?’

Die Zelte (Hotel) sind aufgestellt. Wir m├╝ssen ‘nur’ noch betten. Zur Wiedergutmachung kreiert der Koch ein 3-Gang-Men├╝ auf 2 Benzinkochern, nat├╝rlich ohne Fleisch wegen der Haltbarkeit. Wir geniessen es mit Ehrfurcht, da wir (Vreni und  ich) noch nie auf dieser H├Âhe ein romantisches D├«ner genossen haben.

In der Nach m├╝ssen wir uns schon der Situation anpassen, da es recht k├╝hl wird. An diesem Ort campieren einige, da es bis zum Gnada-La nicht mehr so weit ist. Unter anderem ist auch die gelbe Frau da, die aber nur in ihrem Schlafsack ├╝bernachtet, eine Holl├Ąnderin mit indischer Erfahrung und einem roten ‘Tupfen’ auf der Stirn.

10. Tag: Ganda-La (4860 m) - Shingo - Skiu (3340 m)
              -  Sonntag, 25. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm  -  unten heiss mit Sonne  -  Weg 400 m Aufstieg zum Gand-La - 4 h Abstieg

Wir beschliessen fr├╝h aufzustehen, da wir die Temperaturen w├Ąhrend dea Tages erkannt haben. Tagwache ist um 6 Uhr. Der Serviceman weckt uns mit dem Tee, den er ans Zelt bringt. Der Koch serviert uns ein gutes Fladenbrot, das er in der Fr├╝he gebacken hat.
Um 7 h ist Abmarsch und als erste Gruppe haben wir den Vorteil, noch verschiedene freie Tiere zu sehen: Blue Sheeps, Langschwanz-Murmeltiere, Yaks (in der Ferne). Wir geniessen noch die K├╝hle des Morgens im wunderbaren Tal. Das Marschtempo ist f├╝r alle etwas langsamer als unten.
Nach etwa 2 Std. sind wir kurz vor der Passh├Âhe, als uns die Pferde / Esel mit dem Pony- und dem Serviceman ├╝berholen. Ich versuche mich dem Tross anzuh├Ąngen, muss aber schon wegen des Rucksackgewichtes schnell wieder aufgeben.

Dann endlich GANDA-LA 4860 m !

Kunga h├Ąngt den obligaten Gebetsfahnen auf. Wir geniessen den phantastischen Ausblick nur kurz, da es recht windig und kalt ist. Also nichts wie los, ins Tal hinunter.

In Shingo, den n├Ąchsten Weiler gibt es dann die Mittagsrast.

Man sieht auf der ganzen Strecke wieder unterschiedliche Gesteinformationen mit einer grossen Farbintensit├Ąt, von Braun - Violett bis Rot und Gr├╝n, matte, helle oder kristallgl├Ąnzende Schichten. Dann begleiten uns auch immer wieder bl├╝hende Kapern, was sonst niemand kennt und die Inder nicht essen.

Je weiter wir nach unten kommen, desto heisser wird es, sodass man bei 38 ┬░C gerne im Schatten eine Pause einlegt. Vreni kommt wieder gut mit, da es abw├Ąrts geht und wir sind froh, als wir nach Skiu auf 3440 m kommen. Am Markha-Fluss nehmen wir dann ein k├╝hlendes Bad im Wasser von 20 ┬░C und machen W├Ąsche - vor der Ankunft des braunen und kalten Schmelzwassers der Gletscher.

Auf dem romantischen Zeltplatz haben wir gen├╝gend Zeit, um mit anderen Leuten und Gruppen ins Gespr├Ąch zu kommen. Gleich daneben weiden Esel und Pferde und brennen irgend wann mal wieder durch. Zum Gl├╝ck nicht sooft in der der Nacht.

Zeltplatz von Skiu und der Abendstimmung.
wir erleben einen spektakul├Ąren Sonnenuntergang.

11. Tag: Skiu (3340 m) - Markha (3850 m) - Montag, 26. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm mit etwas Bedeckung und Sonne  -  unten warm, an der Sonne heiss
Temperatur morgens 12 ┬░C im Zelt  -  auf dem Trek bis 38 ┬░C !!

Heute geht es dem Fluss Markha entlang und es steigt nat├╝rlich stetig an. Zum Wandern ist es angenehm.

Die Steigung ist stetig und betr├Ągt ca. 80 m pro Stunde.

Das kalte, braune Wasser von den Gletschern kommt hier dann eben auch fr├╝her.

Vor einem Haus k├Ânnen wir eine alte Frau, welche 100 Jahre alt sein soll, in ihrer Tracht sehen.

Das Markha-Tal ist sehr malerisch und man kann trotz der H├Âhe auch die verschiensten Blumen und Pflanzen sehen: Kapern mit Blumen, bl├╝hende Rapsfelder und Kartoffelfelder.

Daneben kann man auch die flinken Kleintiere beobachten. Hier vor allem Eidechsen, im Hotel auch Ginkos und Kakerlaken.

Der Guide und der Ponyman verschwinden hier zu einem privaten Mittagessen, welches ihnen die Frau des Ponyman serviert. Das erfahren wir aber erst sp├Ąter.

Am Schluss des Tages kommen wir zur Pr├╝fung der Trekker: Man muss durch das Wasser waten.

Die ‘coolen’ Neuseel├Ąnder machen das mit den Schuhen. Wir ‘├älpler’ geniessen jedoch die willkommene Abk├╝hlung der F├╝sse und ziehen die Schuhe aus. Bei den Stellen, wo’s Wasser zieht, sind wir froh um die St├Âcke. Und um die Dame bem├╝ht sich nun der Guide mit der n├Âtigen Aufmerksamkeit.

Nach dieser sch├Ânen Abk├╝hlung kommen wir recht ‘erfrischt’ ins Lager, wo uns gleich wieder der obligate Tee mit den Biskuits serviert werden.

12. Tag: Markha - Tchatchutse (4300 m) - Dienstag, 27. 07. 2004
Wetter: Sch├Ân - warm mit etwas Bedeckung und Sonne  -  an der Sonne bis 40 ┬░C - Wassertemperatur abends 10 ┬░C

Unsere treuen Begleiter und Tr├Ąger beim Morgenessen. Lautlos und zuverl├Ąssig transportieren sie unser Gep├Ąck. Sie finden jedoch auch die korrekte Behandlung des Ponyman. Sie sind mit wenig zufrieden.
Der Start erfolgt wieder um 7 Uhr und wir gehen mit einem guten Schritt im k├╝hlen Schatten, aber stetig etwas h├Âher.
Im n├Ąchsten Dorf Hankar gibt es ein Spital und eine Schule mit verschiedenen Geb├Ąuden. Im Winter f├Ąllt jedoch die Schule f├╝r eine gewisse Zeit aus (Ferien).

Aurelia be├╝bt das Emergency Pony - es gibt ja weder Helikopter, noch Autos hier !
Daf├╝r gibt es ein Pferd mit Steigb├╝geln.

Erstaunlich, aber auff├Ąllig gelb: Das Rapsfeld auf 3500 m.├╝.M !

Bald kommt wieder eine Flussquerung, wo wir die Schuhe ausziehen. Die einheimischen F├╝hrer und Ponymen machen es einfacher: Sie hocken einfach auf das Tier, welches die kleinste Last tr├Ągt, schlagen ihm eins auf den Schenkel. Das Tier trabt dann durchs Wasser und so k├Ânnen die Reiter auf dern anderen Seite mit trockenen F├╝ssen und Schuhen wieder abspringen.

Bei der Br├╝cke mit 2 wackligen Baumst├Ąmmen wird es dann schon etwas ‘kriminell’, da das Wasser stark zieht. Kunga, der Guide, geht ins Wasser und hilft pflichtbewusst nach. Er hilft aber auch der ‘gelben’ Frau (im Bild), die wir schon am 1. Tag getroffen haben.

Danach k├Ânnen wir wieder phantastische Gesteinformationen betrachten, wie auch die bereits bekannten ‘Feenkamine, die wie Steinpilze in die H├Âhe schiessen.

Das Tal wird nun enger und steiler, der Kang Yatse (6400m) begleitet uns nun  st├Ąndig. Das Wasser im Bach ist nun sch├Ân fr├╝h braun und kalt.

Man soll / darf nicht rechts um einen Mani-Wall herumgehen: Das bringt Ungl├╝ck, ein schlechtes Omen oder verletzt die Gef├╝hle der F├╝hrer und man muss dies respektieren, sonst handelt man sich nur Probleme ein, die nicht n├Âtig sind.

Links: Verena mit Stupa (man sieht die Marschrichtung)
Unten Maniwall mt den kunstvollen Steinbeschriftungen

13. Tag: Tchatchutse (4300 m) - Basecamp Konmaru -
           Nimaling
(4720 m)  -  Mittwoch, 28. 07. 2004
Wetter: Bedeckt, je h├Âher desto k├╝hler

Aurelia beim Packen in Tchatchutse (links)
Typisches Bild einer Touristen-Karawane auf 4600 m (rechts).

Trotz einer kurzen Tagesetappe geht’s fr├╝h auf und langsamen Schrittes in die H├Âhe.

Bei einem kleinen See / Teich machen wir Pause und sehen einen M├Ânch mit einige Kartonen voll Eiern unterwegs. Ein anderer M├Ânch, der hier ‘haust’, w├Ąscht gerade sein Geschirr. im Teich.

Dann kommen wir in eine spezielle Hochebene und haben den Kang Yatse st├Ąndig zum prachtvollen Begleiter.

Edelweiss gibt es hier in Mengen und auch die ‘Feenkamine’ sind wieder unsere Begleiter.

Zuerst wird eine Pizza gebacken - oben und unten
Hier werden 3 Men├╝s auf 2 Kochern gemacht !

Endlich - die Wolken verschwinden, der Kang Yatse 6400 m ist uns gn├Ądig f├╝r ein Photo.
Wir haben am Nachmittag gen├╝gend Zeit zum Schlafen und Relaxen.
Sensationell: Kunga kocht / b├Ąckt uns auf 4700 m eine frische Pizza zum z’Mittag !  Abends gibt es 3 Men├╝s, hier die Gew├╝rze (von Verena notiert):  Metmas  -  Safran flavour
                           Garam  - Masala
                           Haldi powder
Dann schaut man sich in der Gegend um und unterh├Ąlt sich mit anderen Gruppen, zB. mit einem Nepali-F├╝hrer, der wegen der Arbeit hierher gekommen ist.

14. Tag: Nimaling (4720 m) - Konmaru-La (5150 m) - Shang (3700 m)
           - Donnerstag, 29. 07. 2004
Wetter: Bedeckt - 4 ┬░C (im Zelt 8┬░C)  -  ├╝ber 5000 m Schnee

Links: Der pflichtbewusste Gang zum Abwaschen  -  morgens um 6.30 h auf 4700 m - welche Hausfrau hat das schon gemacht ?

Rechts der Kang Yatse 6400 m

Auch heute sind wir die erste Gruppe - die gelbe Frau ist nat├╝rlich schon fr├╝her auf und davon. Im Zelt sind es 8 ┬░C - also Kappe und Handschuhe f├╝r Verena. Im Hintergrund kann man die verschneiten Berge sehen. Auf unserer H├Âhe hat es ab 5 h geregnet.
Die jungen Holl├Ąnder, welche heute einen Ruhetag haben, stehen extra fr├╝h auf, um uns um 7 h verabschieden zu k├Ânnen. Der Aufstieg zum Konmaru-La 5150 m ist langsam, eine kahle Gegend, aber fast bis oben mit Pflanzen bewachsen.

Bevor wir oben sind, ├╝berholen uns die Tiere und die M├Ąnner mit einem L├Ącheln. Auch auf dieser H├Âhe gehen sie mit ‘lumpigen’ Schlarpen.
Kurz vor dem Pass - mit vereinten Kr├Ąften geht’s besser. Leider sieht man weder den Kang Yatse noch die tibetischen Himalaya-Kette.
Es d├╝rfte hier um die 0 ┬░C sein, als Kappe und handschuhe anziehen !

Konmaru-La, der 2. Pass ist erreicht. Wir haben es geschafft.

DieAussicht ist unglaublich und Luft ebenso klar.

V. l. Aurelia, Paulus, Verena und Kunga

Auf dem Pass h├Ąngen wir unsere weissen Gebets-Fahnen auf, welche wir seit dem Ganda-La bei uns tragen. Sie sollen im Winde beten und uns viel Gl├╝ck bringen.

Wir hoffen, dass es heute nicht zuviel regnet, denn wir sp├╝ren immer wieder eingige Tropfen.
Der Abstieg ist recht steil und steinig. Wir sind froh um die St├Âcke, vor allem als es in das Flussbeet hineingeht, um einen Auf- und Abstieg abzuk├╝rzen.
Weiter unten sehen wir dann wieder Blumen und Hagrosen. Auf der ganzen Strecke k├Ânnen wir die verschiedenen Rot-F├Ąrbungen des Gesteines verfolgen.
Etwas weiter, auf 4700 m, kommen zum ‘Restaurant’, wo die Mutter des Ponyman wirtet. Sie spinnt Wolle und strickt. Die Spinnqualit├Ąt ist gem├Ąss Verena hervorragend, obwohl sie nur mit einer manuellen spindel spinnt.

Auf ca. 3900 m sehen wir nicht nur elektrische Leitungen, man kommt auch an einer Schule vorbei. Ein M├Ądchen der Bergschule hat die Aufgabe zu uns zu rennen, sobald uns die Lehrerin sieht und bittet uns um einge Gabe. In Indien scheinen die Bergschulen bereits privatisiert zu sein.

Camping in shang auf 3700 m ohne Probleme. Um 20.30 h gehen wir in die S├Ącke, wie fr├╝her die Kinder!  Wir haben ja sonst kein Licht. ausserdem kann die ‘Crew’ nun auch essen. Nicht zu vergessen, dass unsere M├Ąnner, Tiere und vor allem der Koch wieder um 4.30 h aufstehen, um das Morgen- und Mittagessen rechtzeitig vorzubereiten.

Es geht wieder ‘niesi’ - huhui !
Wir steigen Richtung Leh ab.

15. Tag: Shang (3700 m) - Hemis - Leh  -  Freitag, 30. 07. 2004
Wetter: Bew├Âlkt - sonning, gute Wandertemperatur

Wir stehen bei strahlendem Sonnenschein auf und nehmen das Morgenessen im Freien ein. Dann folgt ein leichtes ‘Auslaufen’ mit einem 1 1/2 - 2 st├╝ndigen Marsch das Tal hinunter.

In Martselang - einem grossen Dorf - holt uns der Jeep ab und bringt uns nach Hemis, zum wohl bekanntesten Kloster in Ladakh aus dem 14. Jahrhundert.

Lins: Eindr├╝cklicher Lebenszyklus, ein Kreis, den man immer wieder findet.

Rechts: Wundersch├Âne Fassade des alten Klosters.

Dieses Kloster ist richtig belebt, von jungen und alten M├Ânchen. Auch die Bauweise reicht von alten Holzbauten bis zu neu eingebrachtem Beton. Diese Kloster hat in Ladakh grosse L├Ąndereien.
Der ganze Bau ist wegen seines Alter recht komplex.

Am Abend geniessen wir die ‘zivilisierte’ Atmosph├Ąre von Leh mit einem guten Essen (ohne Wein) und mit einem WEICHEN Bett - die alten H├╝ften lassen mal gr├╝ssen.

Am Rande erfahren wir vom Regen am Himalaya-S├╝dfuss, messen diesem jedoch keine besondere Bedeutung zu, da auch kein Einheimischer etwas dazu sagt.

16. Tag: Leh  -  Ruhetag  -  Samstag, 31. 07. 2004
Wetter: Bew├Âlkt  -  sonning

Nat├╝rlich m├╝ssen wir wieder ein gem├╝tliches Morgenessen in der German Bakery haben, mit M├╝esli und sonstigen guten Sachen.

Dann geht’s zum Shoppen  -  die Frauen haben fast Entzugser- scheinungen nach einer Woche Trekking. Eine gem├╝tliche Besichtigung von Leh und dem Martkgeschehen rundet alles noch ab.

Wehe, wenn wir keine Souvernis nach Hause bringen - glaubt uns ja niemand, dass wir in Indien waren. !

Also wird der Einkaufzettel erstellt und planm├Ąssig die St├Ąnde von den tibetischen bis zu den ladakhischen Verk├Ąufern durchgegangen: Preise und Qualit├Ąt vervlichen, gefeilscht und getauscht - wir haben nun Zeit, Lust und Geduld.

Abends gehen wir fr├╝h zum Essen, Aurelia wagt sich noch mit Kunga an ein Open Air.

Wir Alten wollen f├╝r die morgige Sch├╝tteltour durch den Himalaya ger├╝stet sein.

 

Links: Leh mit Ansicht auf das Tor mit goldenem Dach und
Stockkangri 6400 m

17. Tag: Leh (3500 m) - Taglang-La (5300 m) - Lachalung-La (5065 m)
         - Nakela (4778 m) - Sarchu (4150 m) - Sonntag, 1. 08. 2004
Wetter: Bew├Âlkt / sonning  -  Fahrt mit Jeep f├╝r 250 km ca. 8 h !!

Es gibt nur ein schnelles Morgenessen, da der Taximan mit dem Jeep (Marke Tata) fr├╝hzeitig da ist. Bis Upshi fahren wir im Indus-Tal hinauf. Dann zweigt die Strasse Richtung Taglang-La-Pass ab. Da wird die Strasse immer holpriger und zieht sich durch ein langes Tal. Es folgt die (geringe) Steigung mit den Kehren, aber vielen L├Âchern, bis zum Taglang-La-Pass 5300m, der 2. h├Âchste befahrbare Pass.

Der Platz auf der Passh├Âhe ist ein trauriger anblick und entt├Ąuscht uns sehr: Eine grosse Fl├Ąche voll von leeren Teerf├Ąssern und einem h├Âllischen Gestank der vorbeifahrenden Trucks mit Abgasschwaden. Nach der obligaten Photopause geht es wieder langsam hinunter. Die indischen LKW sind nicht so stark, dass sie grosse Steigungen mit einer Ladung bew├Ąltigen k├Ânnen. In diesem eindr├╝cklichen Hochgebirge fahren wir 50 km auf einer flachen Hochebene, als sich pl├Âtzlich ein tiefes Flusstal ├Âffnet und wir ├╝ber einige Serpentinen nach Pang hinunterkurven. Hier ist wieder eine Passkontrolle (wir sind ja in milit├Ąrischem Sperrgebiet). Zum Mittagessen gibt wiedermal eine ‘Megi-Soup’  -  Maggi-Suppe.

Wieder kommt eine Schlucht, ein Tal, eine Strasse in den Fels gehauen und schon sind wir beim n├Ąchsten Pass, dem Lachulung-La 5065 m. Wir kurven hinunter durch die Serpentinen und wieder hinauf zum n├Ąchsten Pass Nekla 4778 m. Hier findet man viele Seinm├Ąnnchen. Der Weg f├╝hrt durch lockeres Gestein und bizarre formationen bis nach Sarchu 4150 m nach der Passkontrolle, wo wir einen scheinbar ruhigen Zeltplatz finden. Hier windet es recht stark. Zu allem Elend kommt der Bus auch hierher und die Leute sind laut. Beim Nachtessen frieren wir schon und legen uns schnell schlafen.

Taglang-La 5300 m, mit 2 ‘lockeren’ Damen  -  sch├Ânes Panorama

Someoane is waiting for you, drive slowly

Speed is a knife that
cuts life !

 

 

India is a bouquet, Ladakh
a flower in it.

Ejoy it, but not on wheels !

Diese Tafeln am Rande der Strasse begleiten einem ├╝ber weite Strecken.

18. Tag: Sarchu (4150 m) - Baralacha (4845 m) - Rothang-La (3980 m)
       - Manali (1980 m)  -  Montag, 2. 08. 2004
Wetter: Bew├Âlkt / Regen - Fahrt mit Jeep f├╝r ca. 300 km ca. 9 h  -  Fussmarsch im Regen, mit Gepack 2 h !!

Die Leute des Busses stehen fr├╝h und laut auf, der Motor l├Ąuft 3/4 h neben unseren K├Âpfen. An einen vern├╝nftigen Schlaf ist nicht mehr zu denken. Dem Zeltplatz-Chef zahle ich 50 % des Preise und zeige ihm meine grosse Wut. Er spricht nur von einer ausserordentlichen Situation.
Daher dr├Ąnge ich zur fr├╝hen Abfahrt. Auf schlechten Strassen kommen wir zum Barilocha-Pass 4845 m und fahren gleich weiter, weil man wegen des Nebels keine Sicht hat.

Dann kommen wir nach Darsha, das am gr├╝nen Hang liegt und wir ├╝berqueren ein riesiges Delta (Passkontrolle).

Die Strasse windet sich entlang des Bhagaflusses nach Keylong. Hier erfahren wird, dass die (einzige!) Strasse nach Manali versch├╝ttet ist und im Tal ‘all pumps dry’ sind - kein Benzin mehr. Es regnet am Himalaya-S├╝dhang seit 6 Tagen. An eine R├╝ckkehr nach Leh ist nicht zu denken.

Beim Rothang-La 3900 m regnet es schon dauernd. Bis zum n├Ąchsten Dorf kann man noch fahren. Dann m├╝ssen wir unsere Marschausr├╝stung anziehen, unser Gep├Ąck nehmen und in einen Taxi umsteigen. Danach geht es zu Fuss weiter, wobei nat├╝rlich ein grosses Chaos herrscht, obwohl der Strassenbau der Armee untersteht. Bis zu den Kehren geht es der Strasse entlang. In den Kurven ist die Strasse ├╝bersp├╝lt und versch├╝ttet, dann aber auch total verschwunden und weg .... an mindestens drei Stellen.

Die sinnige Tafel angesichts der weggeschwemmten Strasse

Mit den Bergschuhen, St├Âcken und Regensch├╝tzen sind wir gut ausger├╝stet, denn es geht n├Ąmlich recht steil hinunter und alles ist nass und erdig-dreckig. Zum Gl├╝ck ist uns ein Helfer des Taxiunternehmens entgegengekommen. Auf der Strecke sehen wir 2 LKS’s in der R├╝fe. Es gibt auch beneidenswerte Blicke von ├Ąlteren Leuten (wie wir) bez. der Ausr├╝stung. Auch die jungen Inder haben M├╝he, da die Wege sehr glitschig sind.

Nach 2 Std. haben wir es geschafft und haben Gl├╝ck, denn unten wartet das organisierte Taxi. Bald sind wir in Manali, aber es regnet noch immer und auch im Hotel ist’s feucht. Zuerst m├╝ssen wir den Dreck unserer heutigen ‘Wanderung’ wegsp├╝len. Nach einem feinen Essen und der obligaten Kakerlaken-Jagd k├Ânnen wir gut schlafen.

19. Tag: Manali (1980 m) - Dienstag, 3. 08. 2004
Wetter: Es regnet den ganzen Tag!

Trotz des schlechten Wetters haben wir den Taxi bestellt, da er im Arrangement dabei war und so besichtigen wir Manali und die Umgebung. So fangen wir mit dem verregneten Tag doch etwas an und sind zwischendurch gesch├╝tzt.

Der Hadimba-Tempel aus dem 14. Jht. ist eine interessante Holzkonstruktion (├Ąhnlich den nordischen Stabkirchen) in einem gepflegten Park mit alten B├Ąumen. Rundherum streichen einige Hunde umher, da es ja hin und wieder ein Huhn zu opfern gibt, wovon die wohl die Reste bekommen.

Dann besichtigen wir das Club-House der Engl├Ąnder aus dem 20. Jht., ein Treffpunkt der Engl├Ąnder, damals wohl wie heute der Lions oder anderer Clubs.

Danach fahren wir zum Manu Maharisch-Tempel, der etwas oberhalb Leh steht. Auf dem Weg sind nat├╝rlich links und recht Verkaufsl├Ąden. Es ist wie in den Tropen, lins und rechts der Strasse w├Ąchst Hanf.

Nat├╝rlich m├╝ssen wir auch zum Hippie-Dorf Vashist, einem wichtigen Treffpunkt der Hippie-Szene. Wir besichtigen noch die Schwefelb├Ąder mit verschiedenen Zapfstellen. Das Wasser l├Ąuft durch’s halbe Dorf und man rieht es schon von weitem.

Dann noch ein kurzes Gebet im tibetanische Kloster von Manali und wir lassen zwar etwas m├╝de die Gebetstrommeln drehen.
Da sp├╝ren die Frauen die erl├Âsende Rechtfertigung f├╝r’s L├Ądele. Wir haben Gl├╝ck, denn die Verkaufaggressivit├Ąt ist nicht so gross wie in Delhi.
Das Nachtessen nehmen wir in einem typischen tibetanischen Restaurant ein - gute Essen, gute Bedienung - full house.

20. Tag: Manali (1980 m) - Mittwoch, 4. 08. 2004
Wetter: Die Sonne scheint wieder !

Heute ist Spazierwetter. Wir machen einen Rundgang in Old Man- ali, dem Bach entlang und durch den sch├Ânen Hadimba Tempel- park. Zum z’Mittag sind wir im italienischen Restaurant bei einer guten Pizza und sch├Âner Aussicht auf die umliegenden Berge.

Danach muss Vreni noch einen Schal einkaufen. Dies ist schon ein ‘Event’, vor allem, wenn man etwas kauft. Hier sind nicht nur die Kaufsverhandlungen wichtig und lang, sondern auch der Tee, der dazu geh├Ârt. Man erf├Ąhrt dabei viel und lernt so Indien kennen.

Als wir abends im Zentrum sind, kommen uns auf einmal die jungen Holl├Ąnder entgegen, welche mit uns auf dem Trek waren. Auch sie sind mit dem Taxi gekommen und mussten ebenfalls in dem Dorf aussteigen und zu Fuss weitergehen - ein Abstieg von 2 Std.

Bevor wir zum Nachtessen schreiten k├Ânnen, gibt es noch eine ├ťbung f├╝r die Frauen: Die Kakerlaken kommen! Ein unschuldiges Tier hat sich in die W├Ąrme unseres Zimmers eingeschlichen - blitzschnell. Dann erst wird der J├Ąger auf den Plan gerufen: Ein Mann muss ran - oh je, auch das noch !
Nach einigem Suchen und Aufsp├╝ren entschliesst sich die Kakerlake zum fluchtartigen R├╝ckzug ins alte Revier - darauf blase ich Entwarnung und die Frauen sind wesentlich erleichtert. Nun muss ich noch die T├╝re mit einem Tuch abdichten, zur n├Ąchtlichen Beruhigung der Frauen.

Abendstimmung in Manali: Esel am Abfallhaufen

21. Tag: Manali (1980 m) - Chandigarh - Delhi
     - Donnerstag, 5. 08. 2004
Wetter: Sch├Ân - bedeckt

Geplant war um 6 h abzufahren. Der neue Chauffeur musste aber zuerst den Schl├╝ssel haben und seine Sachen suchen. Dann hatte er nat├╝rlich kein Benzin. So wurde es 6.45 h bis wir effektiv starten konnten .....  wir sollten es b├╝ssen.

Durch die Berge ging es mal schneller, mal langsamer. Auf der Strecke musste er mal anhalten und Pneu wechseln - zum Gl├╝ck ben├Âtigten wir keinen zweiten.

Etwa 250 km furhen wir durch tropische T├Ąler, etnlang von Fl├╝ssen, in einer abwechslungsreichen Geographie. wir sahen eine sch├Âne Flora, mit Fichi d’India (Nomen est omen), tropische Str├Ąucher, sowie B├Ąume mit speziellen Blattformen.

Bei einem sch├Ân gelegenen Tempel hielt er an, machte sein Gebet und kam mit einigen S├╝ssigkeiten zur├╝ck, die er auch an uns verteilte.

Nach Chandigarh wurde es ganz eben und um Chandigarh herum kamen wir gut vorw├Ąrts. Das wird immer wichtiger, wenn man m├╝de wird.

Kilometerweit sieht man Eukalyptusb├Ąume neben der Strasse. Wir erleben einen phantastischen Sonnenuntergang.

Das Hotel Sun Court ist sehr gut, kostet weniger und hat ein eingenes Restaurant auf der Dachterrasse.

Weitere interessante Sicherheitsempfehlungen f├╝r Autofahrer:

Whisky is risky on road
Darling, I love you, but drive not so fast !
Keep distance for vehicles and death !

22. Tag: Delhi  -  Freitag, 6. 08. 2004
Wetter: Sch├Ân - bedeckt, heiss und feucht

Da wir nun gut in Delhi angelangt sind, wollen die Frauen von der ‘Reserve-Zeit’ profitieren und noch weitere Eink├Ąufe machen. Daher komme ich nochmals zum Vergn├╝gen mit dem Tuctuc ins Zentrum zu fahren. Wir nehmen es gem├╝tlich und fahren per Taxi zum Markt. Hier werden noch verschiedene Decken gekauft. W├Ąhrend die Frauen im Lager herumst├Âbern, beobachte ich die Reinigung der Ladenfl├Ąche durch den Putzmann. Die auf dem Boden geworfenen T├╝cher werden nicht zuerst zusammengelegt. Dies ist offensichtlich nicht die Arbeit des ‘Clean-man’, sondern wird daher mit dem Wischer auf die Seite geschoben. ├ťberhaupt ist die Putzerei, wie mir scheint, sehr m├Ąnnlich: Man wischt mit feuchten Lappen einfach hin und her und aller Dreck wird gut verteilt. Es kommen Reminisczenzen an den Milit├Ąrdienst auf.

Nach meiner geduldigen Warterei komme ich auch noch zu meinen 2 Hemden (Preis je CHF 3.00). Eines kann ich gleich an Vreni vererben, da ich keine indische Statur / Gr├Âsse habe. Die Inder sind selbst im XXL noch schmaler als ich. Auf der Strasse muss man sich wieder gegen die ekelhaften H├Ąndler wehren.

Auf dem Conaught Place hemen wir es gem├╝tlich und k├╝hl, dh. wir genehmigen uns etwas im k├╝hlen Kaffee. Beim Zur├╝ckfahren ins Hotel erleben wir Indien nochmals: Der Taxifahrer willigt zwar in den Preis ein, weiss aber nicht, wo das Hotel ist. Er l├Ąsst es sich von den Kollegen erkl├Ąren. Aurelia weiss nat├╝rlich auch, wo es lang geht.

Im Hotel geniessen wir noch ein letztes Mal das Dachrestaurant zum Nachtessen und den Blick in den Himmel. Morgen m├╝ssen wir wiederum fr├╝h zum Flughafen.

23. Tag: Delhi - M├╝nchen - Z├╝rich - M├Âriken
           - Samstag, 7. 08. 2004
Wetter: Sch├Ân

Diesmal ist der Taxi schon p├╝nktlich um 4.30 Uhr da und wartet schon auf uns, bis wir ausgecheckt haben. So bleibt uns bis zum Flughafen Delhi International gen├╝gend Zeit, um einen letzten indischen Tee zu trinken und zu fr├╝hst├╝cken.

Auf diesem Flug k├Ânnen wir recht nahe beeinander sitzen, sodass wir auch miteinander reden k├Ânnen. Die Aussicht ist recht gut und wir nehmen Abschied vom indischen Himalaya. Der Flug geht wetw├Ąrts Richtung Pakistan - Afghanistan - Iran, W├╝stengebiete und ├╝ber das Schwarze Meer Richtung ├ľsterreich und M├╝nchen. Auch die Alpen sind trotz Wolken recht gut sichtbar. Wir landen p├╝nktlich in M├╝nchen.

Nun kommt das indische Abenteuer der Lufthansa: Wir sind im Bus und sollten zum Flugzeug fahren, da wird uns mitgeteilt, dass in der Kabine ein kleines technisches Problem bestehe. Wir warten im Bus ..... Dann wird gemeldet, dass wir zur├╝ck in die Halle m├╝ssen ....  dann m├╝ssen wir warten, bis die Lufthansa endlich mitteilt, dass der Flug abgesagt ist.

Also nichts wie los auf die Meldestelle und umbuchen. Zum Gl├╝ck gelingt uns dies und wir k├Ânnen mit etwa 3 h Versp├Ątung abfliegen. Gl├╝cklicherweise hat Beni, der sich bereit erkl├Ąrt hat, uns abzuholen, eine grosse Geduld. Die LUFTHANSA l├Âst dieses Problem sehr mies und teilt nicht einmal einen Kaffee-Gutschein aus - pfui !  In Indien h├Ątten wir mindestens einen Tee erhalten.

Bei Ankunft in M├Âriken ist das Abenteuer Indien / Ladakh aus  -  fertig  -  beendet. Wir genehmigen uns einen guten Ap├ęritif (weissen Wein) und ein gutes Steak mit frischem Salat und einer guten Flasche Rotwein.

Es geht weiter mit der n├Ąchsten Reise  .........
Schauen Sie wieder einmal rein !!

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